Rundum das Thema Reisen und Fliegen machen Insolvenzen in den letzten Monaten von sich reden. Für den Reisenden ist dies ein großes Problem, denn das oftmals im Voraus bezahlte Geld für den Flug oder die Reise scheint verloren.

 

Im Pauschalreiserecht greift zum Schutz des Reisenden die Regelung des § 651 k BGB. Danach muss der Reisende einen Sicherungsschein eines sogenannten Kundengeldabsicherers - in der Regel eine Versicherung oder ein Kreditinstitut - erhalten. Mit diesem muss sichergestellt werden, dass der Reisende den gezahlten Reisepreis zurückerhält, soweit Reisen oder Reiseleistungen aufgrund von Zahlungsunfähigkeit oder Insolvenz des Reiseveranstalters ausfallen.

 

Während im Pauschalreiserecht durch diese Regelung eine gewisse Sicherheit besteht, fehlt diese im Verhältnis zu den Fluggesellschaften. Hier sind Ansprüche bei einer Insolvenz im Grunde nicht realisierbar, so dass oft nur die Anmeldung zur Insolvenztabelle bleibt.

 

Aktuelle Beispiele für Insolvenzen sind die Fluggesellschaften  Air Berlin oder Niki oder die Reiseveranstalter JT Touristik. Dieser Reiseveranstalter hat am 29.09.2017 ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Hintergrund ist offenbar, dass der bisherige Versicherer für die Kundengeldabsicherung den Vertrag zum 31.10.2017 kündigte und der Reiseveranstalter keine Sicherungsscheine ausgeben konnte. Aus den Medien ist zu entnehmen, dass das Unternehmen an die Lidl Gruppe verkauft wird. 

 

Alle Reisen, die vor dem 31.10.2017 gebucht waren und stattfinden sollten, sind über den Kundengeldabsicherer versichert. Es ist auf eine Haftungshöchstgrenze von 110 Millionen Euro hinzuweisen.

 

Jüngst hat der Reiseveranstalter Glückskäfer Reisen GmbH mit Sitz in Berlin ein Insolvenzeröffnungsverfahren beantragt. Am 15.01.2018 wurde ein vorläufiger Insolvenzverwalter eingesetzt.

 

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Dr. Stefan Mogk
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